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12. September 2018
Migrationsspezifische Beratung braucht Expertise
Bei LIFE in Berlin habe ich  einen Vortrag gehalten und einen Workshop zu meinem Konzept der migrationsspezifischen beschäftigungsorientierten Beratung geleitet. Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen überwiegend aus der aufsuchenden Bildungsberatung für geflüchtete Ratsuchende, aber auch aus Agenturen für Arbeit und Jobcenters. Das Interesse war groß, der Austausch zur praktischen Anwendung ergiebig. LIFE e.V. gehört zu den erfahrenen Trägern innerhalb des Netzwerks „Integration durch Qualifizierung“ (www.Netzwerk-IQ.de). Das Netzwerk wird breit gefördert von deutschen und europäischen staatlichen Institutionen. Seit 2005 werden dort Ratsuchende mit Migrationshintergrund zu unterschiedlichsten Anliegen in Bildung, Beruf und Beschäftigung beraten, werden entsprechende Pilotprojekte durchgeführt, wird das entstehende Fachwissen konzentriert in eigenen Fachgremien verdichtet und werden auf dieser Grundlage politische Entscheiderinnen und Entscheider beraten. Die Erfahrungen aus dieser Arbeit sind unverzichtbar, wenn die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund - aus früheren Einwanderungsfamilien, aus der Gruppe der aktuell Geflüchteten und aus den Einwanderern, die wir künftig gewinnen wollen - gelingen soll.  Nun aber bangen erfahrene Träger wie LIFE um die weitere Förderung. Die anstehende neue Förderperiode legt den Fokus auf Migrantenselbstorganisationen - und das ist gut so! Der stärkere Einbezug dieser Organisationen - von der Fachwelt seit langem gefordert - darf aber nicht den Verlust erfahrener Träger zur Folge haben. Ausweitung statt Austausch muss das Ziel sein. Bedarf gibt es wahrlich genug.
Bei LIFE e.V. in Berlin am 12. September 2018 - Foto (c) Seina Mahawesch
Bei LIFE e.V. in Berlin am 12. September 2018 - Foto (c) Seina Mahawesch



26. August 2018

Kultur des Miteinander 
Wir müssen zeigen, was wir wollen
Nicht erst seit den Diskussionen um Mesut Özils Rücktritt aus der nationalen Fußballmannschaft schleichen sich feindselige Gedanken von rechts außen auch in die Mitte der Gesellschaft. Auch Menschen, die seit Generationen mit uns leben, fallen beim „Wir“ und „Die“ in die zweite Kategorie. Nach dem von Deutschland der Welt aufgezwungenen Zweiten Großen Krieg fehlten auch in diesem Land mehr als fünf Millionen junger Männer, die ihr Leben verloren hatten. Gleichzeitig waren ihren Hinterbliebenen, den Versehrten und den Älteren staatliche Renten zu zahlen. OHNE DIE EINWANDERUNG DER SOGENANNTEN GASTARBEITER WÄRE WEDER DER WIRTSCHAFTLICHE AUFBAU NOCH DIE STABILISIERUNG DER SOZIALVERSICHERUNG IN DEM MASSE GELUNGEN, WIE DEUTSCHLAND SIE ERLEBEN DURFTE. Denn die neuen Arbeitskräfte waren jung, gesund, voll erwerbstätig und voll steuer- und beitragspflichtig. Das ist in das Bewusstsein der deutschen Öffentlichkeit nicht aufgenommen worden. Dieser wirtschaftliche Blick mag unsere ganz einfach menschliche und grundrechtliche Perspektive ergänzen. Es wird Zeit, dass alle, die für die Gleichberechtigung aller Menschen und für ein eigentlich selbstverständliches Akzeptieren und Miteinander stehen, dies auch deutlich machen. Denn die Menschenfeinde von rechts und von der Seite des religiösen Fanatismus erobern sich immer mehr vom öffentlichen Raum.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am 22. August 2018 zu einer „deutsch-türkischen Kaffeetafel“ ins Schloss Bellevue geladen und dabei wichtige Worte gefunden. Zitate aus seiner Rede erhielten bei Twitter überwiegend wütend menschenfeindliche Kommentare. Deshalb stehen nun Kernsätze aus dieser Rede auf der Startseite der Kohnpage. Auch wenn die Kohnpage als reines Informationsmedium zu meiner Arbeit konzipiert ist und in der Regel keine rein poltischen Positionierungen enthält, möchte ich dieses Zeichen setzen. Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele Ähnliches tun. Der Volltext der Rede Frank-Walter Steinmeiers ist leicht auffindbar auf der Internetpräsenz des Bundespräsidenten.


9. Juni 2018

Aktuelle Impulse zur Beratung für Geflüchtete: Drei Vorträge und ein internationales Projekt

1. In unterschiedlichen Foren versuche ich durch Vortragsimpulse und Beiträge zu Podiumsdiskussionen den Blick auf die Herausforderungen dieser anspruchsvollen Aufgabe zu schärfen. In der kommenden Woche (vom 11. bis zum 14. Juni 2018) habe ich hierfür gleich dreimal die Gelegenheit: Am Montag diskutiere ich mit Studierenden der Sozialen Arbeit an der Simon Ohm-Hochschule in Nürnberg. Das freut mich besonders deshalb, weil die Zusammenarbeit zwischen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern in Kommunen und bei sozialen Trägern und den Beratungs- und Vermittlungsfachkräften in Agenturen für Arbeit und Jobcenters von besonderer Bedeutung für das Gelingen der beruflichen Integration Geflüchteter ist - und nach wie vor ausbaufähig.  Am Mittwoch dann berichte ich der Fachgruppe Beratung des Netzwerks „Integration durch Qualifizierung“ in Kassel über die aktuelle Weiterentwicklung der migrationsspezifischen beschäftigungsorientierten Beratung. Und am Donnerstag dann darf ich eine Großveranstaltung im Kreis Plön in Schleswig-Holstein eröffnen. Auch hier steht die Frage im Mittelpunkt; „Wie kann die Integration Geflüchteter in Ausbildung und Arbeit gelingen?“ Wer dabei sein möchte, kann gerne bei mir die Veranstaltungsdetails erfragen.

2. Bisher habe ich noch wenig berichtet von einem auf drei Jahre angelegten Projekt zur Verbesserung der Ausbildung beschäftigungsorientierter Beraterinnen und Berater für die Arbeit mit Geflüchteten. Das Projekt hat die Hälfte seiner Laufzeit schon überschritten. Bisher gab es aber noch wenig „Vorzeigbares“ - auch weil die Entwicklung der Internetpräsenz ein wenig länger dauerte als erhofft.  Nun aber können unter der Adresse www.CMinaR.EU die ersten Informationen und Forschungsergebnisse abgerufen werden. CMinaR steht für: „Counselling for Refugee  and Migrant Integration into the Labour Market – Development of Courses for Higher Education and Public Employment Services“. In einem Team aus sechs europäischen Hochschulen entwickeln wir hier Studien- und Weiterbildungskurse zur Vorbereitung von Beraterinnen und Beratern. Die ersten Ergebnisse sind eine transnationale Literaturstudie und eine Bedarfserhebung bei Forschenden, Lehrenden und Praktizierenden der Beratung. Man findet sie unter „Intellectual Outputs“ (so die europäische Fördersprache), jeweils unter dem Namen „Transnational Report“. Die erste Generalprobe für den Studienkurs ist Ende Mai gelaufen. Viel Arbeit liegt noch vor uns. Über den Fortgang des Projekzs werde ich hier informieren.


4. März 2018

Am 1. März ist ein Artikel im IAB-Onlinemagazin IAB-Forum erschienen. Franziska Schreyer, Angela Bauer und ich haben ihn bewusst für die Praxis geschrieben, in der sich Beraterinnen und Berater von Geflüchteten häufig fragen: 
Wie kann ich geflüchtete Jugendliche von den Vorteilen einer Ausbildung in Deutschland überzeugen?
Unseren Beitrag „Ausbildung kann Bleibeperspektiven für Geflüchtete verbessern" finden Sie unter:
www.iab-forum.de/ausbildung-kann-bleibeperspektiven-fuer-gefluechtete-verbessern/


27. Februar 2018

Am 18. September vergangenen Jahres veranstaltete das IQ-Netzwerk Baden-Württemberg seinen Fachtag zur Integration Geflüchteter, bei der ich den Impuls zur Veranstaltung geben durfte (siehe unten). Zu dieser großen Fachtagung ist nun eine Dokumentation erschienen, die die Ergebnisse auch der interessanten Arbeitsgruppen zusammenfasst. Es findet sich dort auch eine kurze Zusammenfassung meines Impulses und ein Link zu den Folien meiner Präsentation. Die Dokumentation kann hier geladen werden.

 

29. Januar 2018

Berufliche Entscheidungen haben weitreichende Konsequenzen. Nicht selten haben deshalb insbesondere jugendliche, aber auch erwachsene Ratsuchende große Sorge, sich auf einen der so ungeheuer vielen beruflichen Wege festzulegen. Und dennoch wusste schon Xenophon vier Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung: "Wer darauf besteht, alle Faktoren zu überblicken, bevor er sich entscheidet, wird sich nie entscheiden." Dieses Zitat stammt aus dem Begleitmaterial einer großen Ausstellung genau zu diesem Thema: "ENTSCHEIDEN. Eine Ausstellung über das Leben im Supermarkt der Möglichkeiten". Nach Hamburg, Mainz und Bremen kann diese Ausstellung nun in der Nachbarschaft der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit besucht werden. Das Landesmuseum für Technik und Arbbeit, das sich leider seit einiger Zeit nur noch verkürzt Technoseum nennt, zeigt diese Ausstellung noch bis 6. Mai 2018 in Mannheim - auch mit einem sehr interessanten Rahmenprogramm. Ich biete an zwei Mittwochen Ende Februar und Anfang März einen gemeinsamen Besuch an - zur Ausstellung und zum "Poetry Slam der Entscheidung". Eingeladen sind nicht nur Studierende, sondern natürlich jede und jeder, der Lust und Zeit hat dabei zu sein. Über die gemeinsamen Termine kann man mehr erfahren auf dem Plakat zu den Exkursionen oder auch direkt bei mir persönlich. Für Hochschulangehörige mit Zugang zur Plattform ILIAS ist eine eigene Gruppe eingerichtet. Die Internetseiten zur Ausstellung erreicht man über www.Entscheiden.EU

 

12. Januar 2018

Mit den besten Wünschen für das Neue Jahr 2018 hier gleich ein paar Dinge, die sich im neuen und für das neue Jahr schon getan haben:

  • Publikationen
    • Der Artikel „Berufsberatung für Erwachsene. Themen und Bedarfe - Rechtsanspruch und ökonomische Bedeutung" ist zum Ende des Jahres 2017 erschienen und kann nun leichter zitiert werden. Die bibliographischen Angaben finden sich wie immer auf der Seite Publikationen.
    • Der gemeinsam mit Franziska Schreyer und Angela Bauer geplante Beitrag zur „Bildungs- und Berufsberatung junger Geflüchteter" wird nun voraussichtlich in den nächsten Wochen im IAB-Forum erscheinen. Sobald das geschehen ist, werde ich hier und im Newsletter zur Kohnpage natürlich darüber informieren.
  • Expertisen
    • Zu meinem Vortrag in der institutsinternen Vortragsreihe DiskAB des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am 19. Dezember waren erfreulich zahlreiche und unterschiedliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer erschienen. Neben Personen aus unterschiedlichen Forschungs- und Organisationsbereichen des IAB kamen auch einige Zuhörerinnen und Zuhörer aus leitenden Dienststellen der Bundesagentur für Arbeit. In der Folge wurde ich eingeladen, meine Expertise auch in einem Workshop Mitte Januar einzubringen, bei dem die Organisationseinheit „Produktentwicklung der Berufsberatung" der Bundesagentur ihre diesjährigen Aufgaben und Ziele diskutieren und festlegen möchte.
    • Das Netzwerk Integration durch Qualifizierung (IQ), der wohl bekannteste und größte Kreis von Expertinnen und Experten für die berufliche Beratung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Deutschland, wird Anfang Februar mit mir darüber diskutieren, wie mein Konzept der migrationsspezifischen beschäftigungsorientierten Beratung (das ursprünglich für dieses Netzwerk erarbeitet wurde) weiterentwickelt und verstetigt für die eigene Arbeit genutzt werden kann.
    • Und schließlich: Am 15. Dezember 2017 hat mich der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung in den Beirat für das BIBB-Forschungsprojekt „Chancen des Zugangs zur beruflichen Bildung für bleibeberechtigte junge Geflüchtete. Möglichkeiten und Hindernisse in der Beratung und Unterstützung" berufen. Das Projekt läuft bis zum Herbst 2019.
  • Vorträge
    • Und zum Schluss ein kleiner Vorausblick auf einen spannenden Fachtag zur Berufsorientierung in der Region Stuttgart. Am 14. März 2018 spreche ich dort zum Thema „Schreckgespenst 4.0? Der künftige Arbeitsmarkt braucht ein Ende der Schwarzen Pädagogik". Die genaueren Daten finden sich wie immer auf der Seite Vorträge und Podiumsbeiträge. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Lehrerinnen und Lehrer, die in der Berufsorientierung aktiv sind. Wer hier als externer Gast dazukommen mag, für den lässt sich sicher eine Möglichkeit finden.

15.12.2017

Im Dezember hat mich der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in den Beirat zum Forschungsprojekt Nr. 3.4.305 des Instituts berufen. Ziel des Projekts ist die Untersuchung der „Chancen des Zugangs zur beruflichen Bildung für bleibeberechtigte junge Geflüchtete: Möglichkeiten und Hindernisse in der Beratung und Unterstützung“.

 

7. Oktober 2017

Als ich von der Internet-Plattform Tellonym las, dachte ich zunächst an die vielen denkbaren negativen Folgen, wenn Menschen nun auch noch völlig anonym persönliche Kommentare für andere verfassen können. Beim zweiten Nachdenken erschloss sich mir aber die wunderbare Möglichkeit, wirklich offen formulierte Rückmeldungen zu meinen Aktivitäten zu erhalten. Diese Gelegenheit ist sicher insbesondere für Studierende sinnvoll, die sich dann bei Hinweisen auf Verbesserungswürdiges nicht über mögliche Effekte auf ihre Benotungen sorgen müssen. Und ernstgemeintes Lob von Studierenden kann ohne Sorge geäußert werden, dass dies als „Strebertum“ missverstanden werden könnte. Über die neue Unterseite Feedback erhoffe ich mir aber auch Hinweise zum Beispiel nach Vorträgen oder Publikationen. Natürlich freue ich mich weiterhin auch über persönliche Nachrichten, die Sie mir auf der Menüseite Kontakt schreiben können.

 

30. September 2017

Am 19. Dezember 2017 werde ich in der internen Vortragsreihe DiskAB des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung meinen Ansatz zur Verbesserung der Bildungs- und Berufsberatung für Geflüchtete vorstellen. Zu einem solchen Termin und in diesem Rahmen darf man sicher mit wirklich interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern rechnen. Sollte jemand aus dem Nürnberger Raum dazukommen mögen, lässt sich hier sicher eine Möglichkeit finden. Mehr zum Institut unter www.IAB.de. Mehr zum Vortrag auf der Menüseite Vorträge und Podiumsbeiträge.

 

27. September 2017

FOCUS online berichtete am Freitag über die Fachtagung des IQ-Netzwerks Baden-Württemberg vom 18. September 2017 (siehe Vorträge) und stellte meinen Grundtenor in die Titelzeile und in den Berichtstext. Hier kann der Online-Artikel abgerufen werden.

 

25. September 2017

Die Themen Forschung und Lehre haben ab jetzt eigene Unterseiten auf der Kohnpage. Die neue Seite "Forschung" enthält nun auch Kurzinformationen zum europäischen Forschungsprojekt CMinaR, darunter auch ein Projekt-Poster, mit dem man sich einen Überblick über das Forschungsvorhaben machen kann.

 

23. September 2017

Das IQ-Netzwerk Baden-Württemberg hat die Dokumentation meiner Folien zum Impulsvortrag vom 18. September 2017 online zur Verfügung gestellt. Hier können Sie sie abrufen.

 

20. September 2017

In unserem europäischen Forschungsprojekt CMinaR konnten wir die ersten (Zwischen-) Ergebnisse veröffentlichen. Das Ziel des Projektes ist die Entwicklung von Studieninhalten, mit denen Bildungs- und Berufsberater sich professionell auf Gespräche mit Geflüchteten vorbereiten können. Die ersten Vorarbeiten sind umfassende Literaturstudien in den fünf beteiligten Ländern Deutschland, Italien, Schweden, der Türkei und dem Vereinigten Königreich sowie die (Delphi-) Befragung von Experten und Betroffenen über die geeigneten Inhalte für solche Studienkurse in diesen Ländern. Die Ergebnisberichte zu beidem finden Sie auf der Projektseite www.CMinaR.EU unter dem Menüpunkt "Intellectual Outputs". Die transnationale Zusammenfassung zur Delphi-Befragung finden Sie als meine Publikation 2017c auf der Publikationsliste oder direkt im Volltext unter www.Kohnpage.de/Text2017c.pdf.

 

19. September 2017

Am 18. September 2017 konnte ich im Rahmen meines Impulsvortrags für den Fachtag des baden-württembergischen Netzwerks IQ meinen Vorschlag für ein System rationaler und emotionaler Steuerung hin auf mehr Zuwanderung für Deutschland vorstellen. Warum mehr? Das können Sie im ersten Teil meines Artikels zur beschäftigungsorientierten Beratung für Geflüchtete nachlesen. Sie finden ihn unter www.Kohnpage.de/Text2017a.pdf.

Das Foto zeigt den Rahmen der Veranstaltung. Es hat Spaß gemacht ... und zu zahlreichen Nachfragen und Diskussionen angeregt.

(C) Thomas Tröster
(C) Thomas Tröster

Eine Dokumentation zur Veranstaltung kann hier geladen werden.

 

26. Juli 2017

Sind wir schon reif genug?
Neuer Eröffnungsvortrag in Stuttgart

 

Angelehnt an einen bekannten Werbespruch könnte man sagen: "Nie war es so wertvoll wie heute." Seit vielen Jahren arbeitet das Netzwerk "Integration durch Qualifizierung", den meisten bekannt als "IQ", konzentriert für die beschäftigungsorientierte Beratung und Integration von Menschen mit Einwanderungsgeschichte. Im September richtet der baden-württembergische Teil des Netzwerks seinen großen Fachtag in Stuttgart aus. Thema ist die "Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten: Erfolge, Herausforderungen, Perspektiven". Ich freue mich sehr, dass ich den Auftakt für dieses große Experten-Forum formulieren darf. Am 18. September 2017 spreche ich im GENO-Haus Stuttgart über die Frage: "Sind wir schon reif genug? - Ganzheitliche Integrationskonzepte brauchen eine aufnahmefähige Gesellschaft". Wer dabei sein möchte, kann sich ab demnächst anmelden auf der Seite www.Netzwerk-IQ-BW.de 

 

24. Juni 2017

Anfang Oktober 2017 wird in Padua eine dreitägige internationale Konferenz stattfinden, bei der es darum gehen soll, wie wir mit Bildungs- und Berufsberatung Prozesse der Gleichstellung und Inklusion unterstützen können. Am 5. Oktober kann ich dort meine Ideen zur Ausrichtung der Beratung an den Themen und Bedarfen gelüchteter Menschen einbringen. (siehe Vorträge)

Gleich in der nächsten Woche, am Freitagabend (30. Juni 2017) spreche ich bei einer großen Orientierungsveranstaltung für die Eltern von Schülerinnen und Schülern auf dem Weg zum Abitur. Thema wird der immer wieder zu Unrecht in Zweifel gezogene Arbeitsmarkt für Akademiker sein. Die Veranstaltung findet im CongressCenter Pforzheim statt.

 

 

28. April 2017

Der kürzlich erschienene Aufsatz "Spezifische Berufsberatung für geflüchtete Menschen - Schlüssel zur Nutzung eines bedeutenden Fachkräftepotenzials" ist nun auch in englischsprachiger Fassung erhältlich unter www.Kohnpage.de/Text2017b.pdf .

 

 

4. April 2017

Ende Mai werde ich die Gelegenheit erhalten, das Konzept einer für Geflüchtete optimierten beschäftigungsorientierten Beratung an der Lomonossow-Universität in Moskau vorzustellen. Im Rahmen einer Sommer School on Migration werde ich hierzu einen Input geben: "Helping Refugees to Work - The Approach of Enhanced Public Vocational and Career Guidance in Germany".

 

 

1. März 2017

Eine Erläuterung meines Entwurfs für Studieninhalte zur spezifischen Ausbildung von Bildungs- und Berufsberatern für Geflüchtete wird demnächst in folgendem Handbuch-Artikel erscheinen:

     "Spezifische Berufsberatung für geflüchtete Menschen - 

      Schlüssel zur Nutzung eines bedeutenden Fachkräftepotenzials"

Der Artikel kann unter der Adresse www.Kohnpage.de/Text2017a.pdf abgerufen werden. Eine englischsprachige Übersetzung ist geplant. (siehe auch im Bereich Publikationen)

 

 

1. Dezember 2016

Das Erasmus-Forschungsprojekt CMinaR ist mit einer zweitägigen Auftaktveranstaltung in die Umsetzung gestartet. In CMinaR entwickeln sechs europäische Länder gemeinsam Studien- und Weiterbildungsinhalte für die spezifische Bildungs- und Berufsberatung für Geflüchtete. Noch existiert keine Internetpräsenz. Demnächst wird aber die Adresse www.CMinaR.EU freigeschaltet. (siehe auch im Bereich Expertisen)

 

 

19. August 2016

HdBA lehrt Beratung für Geflüchtete

 Die Zuwanderungspolitik hat gelernt: Deutschland möchte Geflüchtete mit Bleibeperspektive möglichst schnell in Ausbildung und Arbeit integrieren. Damit das gelingt, braucht es auch gut vorbereitete Beraterinnen und Berater in den Agenturen für Arbeit und Jobcentern. In einer intensiven Studienwoche zur „Beschäftigungsorientierten Beratung für Geflüchtete" wurden deshalb jetzt erstmals Studierende mit spezifischen Themen für diese anspruchsvolle Aufgabe vertraut gemacht. Auf dem Lehrplan standen Themen wie die Bildungssysteme in Eritrea und Syrien, Möglichkeiten der Visualisierung in der Beratung oder der Einsatz von Dolmetscherdiensten bis hin zum Verfahren und zur Finanzierung der Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse. Basis für diese Lehrveranstaltung war ein Themenkanon, den HdBA-Dozent Karl-Heinz P. Kohn in einer Delphi-Studie für das Netzwerk IQ schon 2011 vorgelegt hatte. Mitwirkende Dozenten waren sowohl Praktiker wie Führungskräfte aus der Bundesagentur für Arbeit, aber auch Mitarbeiter des IQ-Netzwerks und ein syrischer Konfliktforscher.

Fortsetzung wird dieses Pilotprojekt in regelmäßigen Lehrveranstaltungen an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit finden. Dann sollen auch Themen wie der Umgang mit Traumatisierungserfahrungen oder Methoden der Kompetenzbilanzierung für Geflüchtete behandelt werden. In einem von der Europäischen Union geförderten Forschungsprojekt wird die HdBA entsprechende akademische Lehrinhalte auch im Verbund mit anderen europäischen Ländern entwickeln. Damit will die HdBA die Beratungsdienste der Bundesagentur bei ihrer neuen Aufgabe fundiert unterstützen und dazu beitragen, dass die Integration von Geflüchteten in Ausbildung und Arbeit zur gemeinsamen europäischen Sache werden kann.

Der Anteil der HdBA-Studierenden, die sich inhaltlich auf die Beratung von Geflüchteten vorbereitet fühlten, wuchs von 10,8 % vor der Studienwoche auf 69,5 % am Ende dieser Pilotveranstaltung.