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3. August 2019
CMinaR - Das Buch 
Studienkurs für die Beratung Geflüchteter jetzt kostenlos erhältlich
Im letzten Newsletter berichtete ich über mein Vorwort zum Buch des europäischen Projekts CMinaR. Jetzt ist das Buch fertig und damit sind alle wesentlichen Projekt-Ergebnisse erhältlich. Darunter auch der komplette Strukturplan für den einwöchigen Studienkurs.  Gemeinsam mit den zahlreichen Unterrichtsmaterialien, die über das Medienportal von CMinaR kostenlos zugänglich sind, kann nun jede und jeder unseren Studienkurs selbst durchführen. Auch unsere Bedarfsanalyse und unsere Quellenrecherche sind im Buch enthalten. Die genauen bibliografischen Angaben zum Buch erhalten Sie auf meiner Publikationsliste. Zur E-Book-Ausgabe (mit zurzeit noch einem kleinen Formatfehler) kommt man mit dem Link www.Kohnpage.de/Text2019g.pdf .
Das Buch wird kostenlos auch gedruckt erhältlich sein. Die ersten Exemplare werden am 27. August auf unserer Internationalen Konferenz in Berlin an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgegeben. Die EUROPÄISCHE UNION macht es möglich!

27. Juli 2019
Ewig Unterschätzte und neue Nachbarn 
Zwei neue Publikationen
Professionelle Beratung zu Bildung, Beruf und Beschäftigung speist sich aus sehr unterschiedlichen Kompetenzbereichen. Und so beschäftigt sich dieser Newsletter, der über zwei aktuelle Neuerscheinungen informiert, auch mit zwei recht unterschiedlichen Themen: der Beratung geflüchteter Menschen & der entsprechend spezifischen Beratungsausbildung einerseits und der Einschätzung berufsspezifischer Chancen am Arbeitsmarkt & die systematische Unterschätzung der Geisteswissenschaffen andererseits.
Zum ersten Thema: Ich habe schon verschiedentlich über das europäische Forschungsprojekt CMinaR berichtet, in dem wir Studienkurse für die Beratung von Geflüchteten entwickelt haben (CMinaR.EU). Ende August wird das Projekt mit einer Internationalen Konferenz enden und einer Buchpublikation, die unsere Ergebnisse zusammenfasst. Das Buch wird kostenlos erhältlich sein. Im Vorwort habe ich auf knappem Raum versucht zu skizzieren, wie wir vorgegangen sind und warum wir glauben, was der Titel meines Vorworts formuliert: „Geflüchtete beraten heißt Beratung modernisieren“. Das Vorwort kann unter www.Kohnpage.de/Text2019e.pdf in deutscher Sprache gelesen werden und unter www.Kohnpage.de/Text2019f.pdf im englischen Original. Im Berliner Konferenzsaal sind übrigens noch Plätze frei, und das Buch wird dort voraussichtlich mitzunehmen sein.
Zum zweiten Thema: Ratsuchende in der Berufsberatung erwarten in aller Regel auch Aussagen zu berufsspezifischen Chancen am Arbeitsmarkt. Solche Aussagen professionell einzuschätzen und zu formulieren, ist aber gar nicht so einfach. In einem Beitrag für das Fachmagazin dvb Forum habe ich zunächst die statistischen Fallstricke dargestellt, die diese Aufgabe so schwierig machen - und die uns Chancen systematisch unterschätzen lassen. Danach widme ich mich einer Berufsgruppe, die traditionell am stärksten unterschätzt wird. Die Geisteswissenschaften bilden regelmäßig eine ganze Liste bedeutsamer Qualifikationen, die gerade in modernen Segmenten des Arbeitsmarkts sehr nachgefragt sind. So ist dieser Beitrag denn auch übertitelt: „Die ewig Unterschätzten. Warum Beratende kompetent über Arbeitsmarktchancen sprechen müssen und warum das so schwierig ist“. Gefolgt wird dieser Beitrag von den Kurzfassungen zweier Studienabsolventen an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit, die dieses Thema in meiner Betreuung in ihren Examensarbeiten vertieft haben: Johannes Könnecke und Ulrich Prestele. Alle drei Beiträge einzeln oder auch das vollständige Fachjournal mit vielen weiteren interessanten Beiträgen kann online erworben werden unter www.wbv.de/de/journals/zeitschriften/dvb-forum.html .

8. Juli 2o19
Neue Vortragstermine
am 29. November 2019 in Tauberbischofsheim und am 13. Dezember 2019 in Rostock. Themen und Veranstalter finden Sie auf der Vortragsseite.

1. Juli 2019
Berufsberatung für Erwachsene europäisch 
Konzept der „vier Schwellen“ in Rom
Über die verstärkte Notwendigkeit beruflicher Beratungsangebote für Erwachsene hatte ich vor wenigen Wochen schon berichtet - dort im Zusammenhang mit einem Termin der GRÜNEN Bundestagsfraktion. In der kommenden Woche wird dieses Thema auch Gegenstand einer europäischen Weiterbildung für Beraterinnen und Berater sein, denn auch in unseren Nachbarländern wird der Bedarf immer stärker gesehen. In Rom darf ich deshalb gemeinsam mit Ralph Conrads mein Konzept der Beratung an vier Schwellen im Verlauf beruflicher Biographien vorstellen. Zwei „Schwellen“ werden im fachlichen Diskurs immer wieder benannt: sehr häufig die „Erste Schwelle“ zwischen allgemeiner und beruflicher (Aus-) Bildung, schon seltener die „Zweite Schwelle“ am Ende einer schulischen, dualen oder akademischen Ausbildung. Dort geht es dann darum, nach und mit dem AusBILDUNGsberuf eine zweite Wahl zu treffen: die des AusÜBUNGsberufes. Wenn das berufliche Leben sich dann fortentwickelt, kommen häufig die Schwellen drei und vier hinzu - eine zur, eine weitere nach einer beruflichen Weiterbildung. An all diesen Schwellen haben Menschen Fragen, haben Abwägungen zu treffen und fast unüberschaubar viele Optionen. Genauer beschrieben habe ich das in meinem Aufsatz zur „Berufsberatung für Erwachsene“, der von meiner Publikationsliste aus kostenlos geladen werden kann. Für die europäische Beratungsfortbildung in Rom, an der neben deutschen auch italienische, griechische und französische Akteure teilnehmen werden, ist der Text nun auch ins Englische übersetzt worden. Demnächst wird er auch in dieser Sprache zu laden sein. Weitere Informationen zu diesem interessanten Seminartermin erfahren Sie auf meiner Vortragsseite.

25. Juni 2019
CMinaR wird Vorzeigeprojekt 
Präsentation auf europäischer Tagung beispielhafter Projekte
Im CMinaR-Projekt entwickeln sechs europäische Länder Lehrinhalte für die Beratungsarbeit mit Geflüchteten. Unsere Arbeit überzeugte die nationale Erasmus+ -Agentur, CMinaR nach Bologna zu entsenden. Dort wird es einer der deutschen Diskussions-Beiträge sein, wenn es darum geht, entsprechende Projekte zu vernetzen und ihren Einfluss für mehr soziale Inklusion und mehr bürgerschaftliches Engagement zu erhöhen. Als Projektleiter darf ich am 26. und 27. Juni 2019 unseren Beitrag formulieren. Eine schöne Aufgabe!
Das Programm der Veranstaltung findet sich auf der Vortragsseite.
Ü
brigens: zurzeit gehen für unsere internationale Abschlusskonferenz etwa viertelstündlich neue Anmeldungen aus unterschiedlichen Ländern und von unterschiedlichen Akteuren ein. Wer dabei sein möchte, sollte vielleicht nicht zu lange mit der  eigenen Anmeldung warten. Zum Formular geht es über www.CMinaR.EU .

18. Juni 2019
Internationale Konferenz zur Beratung Geflüchteter 
Jetzt anmelden
Ich hatte vereinzelt bereits berichtet über das europäische Projekt CMinaR. Sechs europäische Partnerländer entwickeln hier zusammen Lehrinhalte, mit denen beschäftigungsorientierte Beraterinnen und Berater auf die Arbeit mit Geflüchteten vorbereitet werden können. Am 27. August findet unsere internationale Abschlusskonferenz hierzu statt. Das Programm enthält einige sicher für viele aus dem Fach Beratung und aus der Politik spannende Punkte. Als Auftaktrednerin konnten wir Rita Süssmuth gewinnen. Die ehemalige Bundestagspräsidentin und weiter unermüdliche Kämpferin für ein soziales Miteinanderwird über die Bedeutung der Beratung Geflüchteter und unserer Projektarbeit sprechen. Die Projektländer stellen ihre jeweils entwickelten Inhalte vor, die gemeinsam unser Curriculum für einen fluchtspezifischen Beratungslehrgang ergeben. Olga Kostoula wird über die versteckten Effekte von Traumata in der Beratung sprechen. Und am Ende wollen wir mit der Beratungspolitik darüber diskutieren, wie unsere Arbeit in die Regelausbildung beschäftigungsorientierter Beraterinnen und Berater einfließen könnte.
Die Konferenz findet im Zentrum des politischen Berlin statt. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch (mit Simultandolmetschen). Und die Anmeldung ist ab sofort möglich. Der Direktlink lautet www.cminar.eu/public/international-conference/ . Einen Button hierzu findet man auch auf der Startseite unserer Projektseite www.CMinaR.EU . ich würde mich persönlich freuen, auch einige aus dem Kreis der Kohnpage-Nutzerinnen und -Nutzer in Berlin begrüßen zu können.

1. Juni 2019
Öffentliche Qualifizierungsberatung für Unternehmen 
GRÜNES Fachgespräch zur künftigen Gestaltung
Vor zwei Wochen konnte ich von einer Einladung der GRÜNEN Bundestags-Fraktion berichten. Dort diskutierte ich gemeinsam mit drei weiteren Fachleuten und den Fachbereichen für Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik über die Zukunft der Weiterbildungsberatung aus Sicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Für Dienstag kommender Woche nun traf inzwischen eine zweite Einladung ein: Am 4. Juni 2019 diskutiere ich mit der „Arbeitsgruppe Wirtschaft“ der GRÜNEN Bundestags-Fraktion über die Zukunft der öffentlich finanzierten Qualifizierungsberatung für Unternehmen. Nutzerinnen und Nutzer der Kohnpage können wieder die Dokumentation meines Anfangsimpulses lesen. Der Link findet sich nun beim Termin 4. Juni 2019 auf der Seite Vorträge . Thema werden auch die typischen Beratungsanlässe sein, die ich in folgendem Artikel skizziert habe:
„Öffentliche Unternehmensberatung nach § 34 SGB III – eine bisher vernachlässigte Leistung mit hohem Zukunftspotenzial.“, im Internet abrufbar unter www.Kohnpage.de/Text2016c.pdf 
Ich bin sicher, diese Diskussion wird so spannend werden wie die erste!

16. Mai 2019
Wo und wie soll künftig zur Weiterbildung beraten werden? 
GRÜNE Bundesragsfraktion bildet hierzu ihre Position
Dass wir mehr Weiterbildung brauchen, insbesondere für diejenigen, die ihrer am stärksten bedürfen - das ist seit vielen Jahren fester Bestandteil aller Sonntagsreden zu diesem Thema. Wer an der allgemeinbildenden Schule und wer in der beruflichen Ausbildung bisher weniger erreicht hat als andere, der findet auch später seltener den Weg in Angebote zur beruflichen Weiterqualifizierung. Die Gründe hierfür sind zahlreich. Ein wesentliches Hindernis ist aber sicher, dass das Angebot fast unüberschaubar, eine kompetente Beratung aber nur schwer zu finden ist - gerade auch für die genannte Zielgruppe. 
Zurzeit nun tut sich politisch einiges, um hier voranzukommen. Insbesondere die Förderung von Weiterbildung erhält neue Möglichkeiten. Die GRÜNE Bundestagsfraktion diskutiert am kommenden Freitag mit mehreren Fachleuten, wie auch die Weiterbildungsberatung vorangebracht werden kann. Ich freue mich dabeisein und an der Diskussion teilnehmen zu können. Zu Beginn wurde ich um einen Kurzimpuls gebeten. Meine knappen Stichpunkte hierzu können Nutzerinnen und Nutzer der Kohnpage zumindest auf meinen Folien nachvollziehen. Sie finden sich beim Veranstaltungstermin auf der Seite zu Vorträgen und Podiumsbeiträgen oder direkt mit dem Link www.kohnpage.de/Veranstaltung-2019-05-17-Dokumentation.pdf . 
Wer meine Gedanken zum Empowerment in der Weiterbildungsberatung nachlesen möchte, dem sei noch einmal meine Publikation 2019a empfohlen. Eine ausführlichere Darstellung der Aufgaben in der Berufsberatung für Erwachsene findet sich als Publikation 2017d. Beide Texte können hier abgerufen werden.

1. April 2019
SGB II-Reform - aber wie?
Am morgigen 2. April 2019 veranstaltet die Diakonie Deutschland einen Workshop zu einer möglichen Veränderung der Grundsicherung für Arbeitsuchende. Während für die geforderte Abschaffung der Sanktionen im Bereich der Grundsicherungsleistungen vieles spricht (insbesondere Artikel 1 Grundgesetz), sind Überlegungen zur Trennung von Beschäftigungs- und Sozialberatung schon problemstischer. Wer Menschen in „chronischer Arbeitslosigkeit“ (IAB) helfen will, erste Schritte heraus aus dieser Situation zu machen, wird beide Beratungskompetenzen gemeinsam brauchen und ganzheitlich agieren müssen. Es gilt, beide Beratungskulturen nicht weiter zu trennen, sondern im Gegenteil: aufeinander zu zu bewegen, ja sie am besten zu vereinen. Ein schwieriges Unterfangen! Meine Positionen hierzu darf ich als Impulsgeber in den Workshop einbringen. Nutzerinnen und Nutzer der Kohnpage können zumindest meine Präsentationsfolien sehen, mit denen ich meinen Impuls unterstützen möchte - auch wenn sie sicher nicht ganz selbsterklärend sind. Die Dokumentation und das Programm finden Sie unter dem Datum 2. April 2019 auf der Unterseite Vorträge.

14. März 2019
Geflüchtete beraten heißt Beratung modernisieren 
Vorausschau auf eine neue Publikation
Leider wohl erst im November wird folgender Beitrag erscheinen, den ich gemeinsam mit zwei Kollegen an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit gerade fertiggestellt habe:
Ralph Conrads / Karl-Heinz P. Kohn / Peter Weber:
„Bildungskapital, Bildungsaspiration und Bildungspotenziale von Menschen mit Fluchterfahrungen - Entwicklungen und Beratungsansätze“
in: Ralph Conrads, Thomas Freiling, Anne Müller-Osten und Jane Porath (Hrgg.): Arbeitswelten der Zukunft, Wiesbaden: Springer Fachmedien, 2019
Darin versuchen wir zu erfassen, welches Bildungskapital Neuzuwandernde aus dem syrischen, aus dem iranischen und aus dem afghanischen Bildungssystem potenziell mit nach Deutschland bringen. Wenn Bildungs- und Berufsberater lernen, das individuelle Bildungspotenzial Geflüchteter für Deutschland zu erkennen und zu fördern, dann machen sie sich zukunftsfähig. Denn genau auf diese Fähigkeit wird es in der Beratung künftig immer vielfältiger werdender Gruppen ratsuchender Menschen ankommen. In 19 Kernsätzen können Nutzerinnen und Nutzer der Kohnpage unseren Argumentationsgang schon einmal grob nach-, oder besser: vor-lesen. HIer sind sie zu finden.
Zum Schluss noch ein Hinweis und eine Bitte: Am 27. August beschließen wir das Projekt www.CMinaR.EU mit einer internationalen Konferenz in Berlin. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich diesen Termin schon einmal vormerken und Ihre Teilnahme erwägen würden. Den jeweils aktuellen Stand des Programms werde ich regelmäßig hier zum Abruf bereitstellen. Diesen Link finden Sie auch beim Eintrag der Veranstaltung auf der Seite „Vorträge“. Werbung für die Veranstaltung in Ihren Netzwerken ist hochwillkommen!
Am Mittwoch kommender Woche spreche ich in Winnenden. Interessierte können sicher noch dazustoßen. Details finden Sie auf der Seite Vorträge.

9. März 2019
Berufliche Weiterbildung in einer Migrationsgesellschaft 
Aktuelle IQ konkret-Ausgabe erschienen
Ein wenig verzögert ist nun die Ausgabe 03/2018 des Magazins IQ konkret erschienen. Darin behandeln zahlreiche Autorinnen und Autoren Themen der beruflichen Weiterbildung im Zusammenhang mit Migration: welche spezifischen Angebote im IQ-Netzwerk entwickelt wurden, warum die Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund am System der beruflichen Weiterbildung immer noch deutlich zu gering ist und wie versucht werden kann, sie zu erhöhen. Nutzerinnen und Nutzer der Kohnpage konnten meinen Beitrag „Zutrauen statt Misstrauen“ seit Dezember im Vorabdruck lesen. Nun möchte ich die Lektüre auch der anderen Beiträge des Magazins sehr empfehlen. Der Volltext kann hier nun kostenlos geladen werden.

22. Januar 2019
Der Film  C A P E R N A U M
Ein in Cannes ausgezeichnetes Empathie-Training
Empathie ist die Grundvoraussetzung gelingender Beratung. Das kann man zurzeit mit einem in Cannes ausgezeichneten Spielfilm trainieren, der in den Slums von Beirut spielt und soeben in guten deutschen Kinos angelaufen ist.
Um diese Chance zu nutzen, habe ich für kommende Woche Studentinnen und Studenten der HdBA zum gemeinsamen Kino-Besuch eingeladen. Wer in der Nähe von Mannheim wohnt, kann gerne mitkommen. Wer nicht, findet vielleicht in seiner Nähe ein Kino seines Vertrauens. Informationen zur "Exkursion" finden Sie auf www.Kohnpage.de/Plakat02.pdf . Informationen zum Film gibt es im Netz unter

18. Januar 2019
Antworten auf Fragen zur Migrationspolitik und zur Integration in Gesellschaft und Arbeit 
Ein unveröffentlichtes Interview für Leserinnen und Leser der Kohnpage
Ein neues Jahr ist angebrochen, und ich wünsche uns allen ein friedvolles, gesundes und erfolgreiches 2019.
Zum Auftakt möchte ich Ihnen einen Text zur Verfügung stellen, der nicht zur Veröffentlichung gedacht ist. Ende letzten jahres wurde ich im Rahmen einer Studienarbeit zu Themen der Migration und Integration befragt - und erhielt anschließend die Transkription des gut einstündigen Interviews. Dieser Text ist entsprechend von zahlreichen Unsauberkeiten gekennzeichnet, wie sie in spontaner mündlicher Rede entstehen. Vielleicht finden Sie meine Antworten auf Fragen nach einer verbesserten Arbeitsmigrationspolitik, nach der Rolle von Kultur und Religion, nach der Integration der dritten und vierten Generation oder nach der Motivation, sich überhaupt mit solchen Themen zu beschäftigen, aber trotzdem interessant. Dieser Hintergrundtext ist natürlich ein Stück persönlicher geraten als Texte, die zur Publikation bestimmt sind. Sie finden ihn hier.
Ansonsten freue ich mich auf das Erscheinen der aktuellen IQ konkret-Ausgabe mit dem Artikel „Zutrauen statt Misstrauen" und auf die Abschlussmonate des Projektes www.CMinaR.EU mit hoffentlich interessanten Ergebnissen, über die ich hier natürlich gerne berichten werde.

23. Dezember 2018
Zutrauen statt Misstrauen
Kurzbeitrag zur Weiterbildungsberatung für Ratsuchende  mit Migrationshintergrund jetzt abrufbar
Erst kürzlich hatte ich einen Kurzbeitrag zum Thema Weiterbildungsberatung und Migration angekündigt. Der Artikel wird voraussichtlich im Januar 2019 im Magazin "IQ konkret" erscheinen und den Titel "Zutrauen statt Misstrauen" tragen. Dieser von der Redaktion gewählte Titel trifft den Kern des Beitrags sehr gut. In jeweils einer kurzen Skizze zu Ratsuchenden der dritten oder gar schon vierten Generation aus sogenannten "Gastarbeiter"-Familien und zur Gruppe der in den letzten Jahren zu uns Geflüchteten versuche ich zu illustrieren, worauf es hier ankommt: Eine wirkungsvolle Beratung zur Weiterbildung für diese Gruppen braucht (1) methodensicheres empowerment und (2) eine anwaltschaftliche Beratungshaltung.
Die Nutzerinnen und Nutzer der Kohnpage können einen Vorabdruck schon lesen. Unter www.Kohnpage.de/Text2019a.pdf erhalten Sie den Text.

12. Dezember 2018
Künftig möchte ich von ausgewählten Vorträgen eine Dokumentation meiner Vortragsfolien zur Verfügung stellen. Zwar halte ich meine Vorträge in der Regel frei und nutze Folien nur zur Illustration mit Datenschaubildern und nur sehr wenigen textlichen Stichworten. Die Folien sind also meist nicht selbsterklärend, wenn man den Vortrag selbst nicht gehört hat. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bietet sich so aber eine Möglichkeit, das Gesagte noch einmal nachzuvollziehen oder durch Nutzung der angegebenen Quellen zu vertiefen. Wer nicht teilgenommen hat, erhält vielleicht zumindest eine grobe Vorstellung vom Gang meiner Argumentation und kann bei Bedarf gerne nachfragen.
Den Anfang macht der Foliensatz zum Impulsvortrag, den ich am 4. Dezember 2018 für den Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT im Berliner Quadriga-Forum gehalten habe. Thema waren  „Erfolgsfaktoren für die gelingende Integration Geflüchteter in Ausbildung“.
Wenn künftig weitere Dokumentationen zur Verfügung stehen, werde ich den Link jeweils auf die Vortragsseite stellen und die Abonnentinnen und Abonnenten des Kohnpage-Newsletters darüber informieren.

25. November 2018
Der Sommer hat bis vor kurzem mit seinem Abgang gekämpf und - schwups - ist es schon wieder fast Advent. Ein guter Zeitpunkt, um einiges aus meiner Werkstatt zu berichten: 

ENTWICKLUNG NEUER STUDIENINHALTE FÜR DIE BERUFSBERATUNG GEFLÜCHTETER (Projekt CMinaR) 
Seit inzwischen mehr als zwei Jahren arbeitet das Projekt CMinaR (sprich - englisch: „seminar“) an der Entwicklung neuer Lehrinhalte, mit denen sich Beraterinnen und Berater auf die Arbeit mit Geflüchteten vorbereiten können. Am vorvergangenen Wochenende berieten wir als Vertreterinnen und Vertreter sechs europäischer Projektteams in Istanbul, wie wir den Endspurt der Arbeit organisieren und auf welche Weise wir über unsere Ergebnisse informieren möchten. Die Ergebnisse der Befragung von Beraterinnen und Beratern aus all diesen Ländern habe ich ja bereits im vergangenen Jahr veröffentlicht (siehe Publikation 2017c auf meiner Publikationsliste). Nun haben wir beschlossen, zum Ende unseres Projektes im kommenden Sommer zwei Dinge zu tun: Alle wesentlichen Ergebnisse sollen in Buchform veröffentlicht werden, darin auch ein ausführlicher Strukturplan für Lehrende, die unseren Studienkurs selbst umsetzen möchten.  Außerdem planen wir eine europäische Abschlusskonferenz, und ich würde mich freuen, wenn Sie sich bei Interesse diesen Termin schon einmal vormerken würden: 27. August 2019 in Berlin. Über unsere Adresse www.CMinaR.eu können Sie sich über das Projekt informieren.

NEUE PUBLIKATION 
Für die kommende Ausgabe 03/2018 des IQ konkret-Magazins (www.netzwerk-iq.de/publikationen/iq-konkret.html) durfte ich einen Standpunkt formulieren, der die gegenwärtige Entwicklung zur lebensbegleitenden und damit auch zur Weiterbildungs-Erwachsenen-Beratung mit den Bedarfen Ratsuchender zusammenbringt, die eine Migrationsgeschichte haben. Im Kurzbeitrag „Weiterbildungsberatung und Migration. Die Herausforderung heißt anwaltschaftliche Bestärkung“ möchte ich insbesondere dazu anregen, dass Beraterinnen und Berater sich in die Situation dieser Gruppe Ratsuchender einfühlen. Das ist bedeutsam, um die genannte Herausforderung bewältigen zu können. Die Magazin-Ausgabe wird wie alle so vielfältigen und wertvollen Publikationen des Netzwerks „Integration durch Qualifizierung“ offen und kostenlos zugänglich sein. Gerne werde ich kurz über das Erscheinen - vermutlich in der zweiten Januar-Hälfte 2019 - informieren. 

NÄCHSTE ÖFFENTLICHE IMPULSE 

Kann man Empathie trainieren? Meine Recherche in der psychologischen Disziplin haben mir bisher auf diese Frage noch keinen rechten Aufschluss gebracht. Erfahren habe ich aber, dass Rollenspiele in der Beratungsausbildung hier durchaus einen Effekt haben können. Etwas Vergleichbares könnte sich am kommenden Mittwoch einstellen, dem 28. November 2018 im Audimax der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit in Mannheim. Auf studentische Initiative hin haben wir dort die „Bühne für Menschenrechte“ zu Gast, die uns schauspielerisch und zugleich dokumentarisch (auf der Basis realer Interviews) die Erlebnisse und die Sichtweise geflüchteter Menschen nahebringen wird. Für das anschließende Gespräch mit dem Publikum stehe ich gemeinsam mit einer Vertreterin und einem Vertreter der Beratungspraxis zur Verfügung. Ich hoffe und denke, dass ein lebhafter und engagierter Dialog mit dem Publikum entstehen wird. Wer kurz entschlossen von Ihnen noch dazukommen kann und mag, ist willkommen. Ansonsten empfehle ich den Kontakt zur buehne-fuer-menschenrechte.de . Denn ich wünsche mir viele solcher Aufführungen, und die engagierten Schauspielrinnen und Schauspieler sicher auch. 

Das seit vielen Jahren in der beruflichen Orientierung engagierte Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT widmet seine nächste Fachkonferenz der „Integration geflüchteter junger Menschen durch Ausbildung“. Am 4. Dezember darf ich hierzu den Auftaktimpuls setzen und spreche zu den „Erfolgsfaktoren für die gelingende Integration von Geflüchteten in Ausbildung“. Auch hier kann ich in drei aufeinanderfolgenden Workshops in jeweils kleinerer Runde mit dem Publikum zu diesem Thema ins Gespräch kommen. Das Programm der Veranstaltung, die im Quadriga-Forum Berlin stattfindet, finden Sie hier: www.einfachzukunft.de/wp-content/uploads/2018/11/EinfachZukunft-Einladung.pdf 

UND WEIL ES SO SCHÖN WAR, 
wiederholen sich demnächst einer meiner Vorträge (Termin 10.12.2018 auf der Übersicht meiner Vortragstermine) und eine meiner Publikationen (Text 2019b auf der Publikationsliste). 

12. September 2018
Migrationsspezifische Beratung braucht Expertise
Bei LIFE in Berlin habe ich  einen Vortrag gehalten und einen Workshop zu meinem Konzept der migrationsspezifischen beschäftigungsorientierten Beratung geleitet. Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen überwiegend aus der aufsuchenden Bildungsberatung für geflüchtete Ratsuchende, aber auch aus Agenturen für Arbeit und Jobcenters. Das Interesse war groß, der Austausch zur praktischen Anwendung ergiebig. LIFE e.V. gehört zu den erfahrenen Trägern innerhalb des Netzwerks „Integration durch Qualifizierung“ (www.Netzwerk-IQ.de). Das Netzwerk wird breit gefördert von deutschen und europäischen staatlichen Institutionen. Seit 2005 werden dort Ratsuchende mit Migrationshintergrund zu unterschiedlichsten Anliegen in Bildung, Beruf und Beschäftigung beraten, werden entsprechende Pilotprojekte durchgeführt, wird das entstehende Fachwissen konzentriert in eigenen Fachgremien verdichtet und werden auf dieser Grundlage politische Entscheiderinnen und Entscheider beraten. Die Erfahrungen aus dieser Arbeit sind unverzichtbar, wenn die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund - aus früheren Einwanderungsfamilien, aus der Gruppe der aktuell Geflüchteten und aus den Einwanderern, die wir künftig gewinnen wollen - gelingen soll.  Nun aber bangen erfahrene Träger wie LIFE um die weitere Förderung. Die anstehende neue Förderperiode legt den Fokus auf Migrantenselbstorganisationen - und das ist gut so! Der stärkere Einbezug dieser Organisationen - von der Fachwelt seit langem gefordert - darf aber nicht den Verlust erfahrener Träger zur Folge haben. Ausweitung statt Austausch muss das Ziel sein. Bedarf gibt es wahrlich genug.
Bei LIFE e.V. in Berlin am 12. September 2018 - Foto (c) Seina Mahawesch
Bei LIFE e.V. in Berlin am 12. September 2018 - Foto (c) Seina Mahawesch



26. August 2018

Kultur des Miteinander 
Wir müssen zeigen, was wir wollen
Nicht erst seit den Diskussionen um Mesut Özils Rücktritt aus der nationalen Fußballmannschaft schleichen sich feindselige Gedanken von rechts außen auch in die Mitte der Gesellschaft. Auch Menschen, die seit Generationen mit uns leben, fallen beim „Wir“ und „Die“ in die zweite Kategorie. Nach dem von Deutschland der Welt aufgezwungenen Zweiten Großen Krieg fehlten auch in diesem Land mehr als fünf Millionen junger Männer, die ihr Leben verloren hatten. Gleichzeitig waren ihren Hinterbliebenen, den Versehrten und den Älteren staatliche Renten zu zahlen. OHNE DIE EINWANDERUNG DER SOGENANNTEN GASTARBEITER WÄRE WEDER DER WIRTSCHAFTLICHE AUFBAU NOCH DIE STABILISIERUNG DER SOZIALVERSICHERUNG IN DEM MASSE GELUNGEN, WIE DEUTSCHLAND SIE ERLEBEN DURFTE. Denn die neuen Arbeitskräfte waren jung, gesund, voll erwerbstätig und voll steuer- und beitragspflichtig. Das ist in das Bewusstsein der deutschen Öffentlichkeit nicht aufgenommen worden. Dieser wirtschaftliche Blick mag unsere ganz einfach menschliche und grundrechtliche Perspektive ergänzen. Es wird Zeit, dass alle, die für die Gleichberechtigung aller Menschen und für ein eigentlich selbstverständliches Akzeptieren und Miteinander stehen, dies auch deutlich machen. Denn die Menschenfeinde von rechts und von der Seite des religiösen Fanatismus erobern sich immer mehr vom öffentlichen Raum.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am 22. August 2018 zu einer „deutsch-türkischen Kaffeetafel“ ins Schloss Bellevue geladen und dabei wichtige Worte gefunden. Zitate aus seiner Rede erhielten bei Twitter überwiegend wütend menschenfeindliche Kommentare. Deshalb stehen nun Kernsätze aus dieser Rede auf der Startseite der Kohnpage. Auch wenn die Kohnpage als reines Informationsmedium zu meiner Arbeit konzipiert ist und in der Regel keine rein poltischen Positionierungen enthält, möchte ich dieses Zeichen setzen. Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele Ähnliches tun. Der Volltext der Rede Frank-Walter Steinmeiers ist leicht auffindbar auf der Internetpräsenz des Bundespräsidenten.


9. Juni 2018

Aktuelle Impulse zur Beratung für Geflüchtete: Drei Vorträge und ein internationales Projekt

1. In unterschiedlichen Foren versuche ich durch Vortragsimpulse und Beiträge zu Podiumsdiskussionen den Blick auf die Herausforderungen dieser anspruchsvollen Aufgabe zu schärfen. In der kommenden Woche (vom 11. bis zum 14. Juni 2018) habe ich hierfür gleich dreimal die Gelegenheit: Am Montag diskutiere ich mit Studierenden der Sozialen Arbeit an der Simon Ohm-Hochschule in Nürnberg. Das freut mich besonders deshalb, weil die Zusammenarbeit zwischen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern in Kommunen und bei sozialen Trägern und den Beratungs- und Vermittlungsfachkräften in Agenturen für Arbeit und Jobcenters von besonderer Bedeutung für das Gelingen der beruflichen Integration Geflüchteter ist - und nach wie vor ausbaufähig.  Am Mittwoch dann berichte ich der Fachgruppe Beratung des Netzwerks „Integration durch Qualifizierung“ in Kassel über die aktuelle Weiterentwicklung der migrationsspezifischen beschäftigungsorientierten Beratung. Und am Donnerstag dann darf ich eine Großveranstaltung im Kreis Plön in Schleswig-Holstein eröffnen. Auch hier steht die Frage im Mittelpunkt; „Wie kann die Integration Geflüchteter in Ausbildung und Arbeit gelingen?“ Wer dabei sein möchte, kann gerne bei mir die Veranstaltungsdetails erfragen.

2. Bisher habe ich noch wenig berichtet von einem auf drei Jahre angelegten Projekt zur Verbesserung der Ausbildung beschäftigungsorientierter Beraterinnen und Berater für die Arbeit mit Geflüchteten. Das Projekt hat die Hälfte seiner Laufzeit schon überschritten. Bisher gab es aber noch wenig „Vorzeigbares“ - auch weil die Entwicklung der Internetpräsenz ein wenig länger dauerte als erhofft.  Nun aber können unter der Adresse www.CMinaR.EU die ersten Informationen und Forschungsergebnisse abgerufen werden. CMinaR steht für: „Counselling for Refugee  and Migrant Integration into the Labour Market – Development of Courses for Higher Education and Public Employment Services“. In einem Team aus sechs europäischen Hochschulen entwickeln wir hier Studien- und Weiterbildungskurse zur Vorbereitung von Beraterinnen und Beratern. Die ersten Ergebnisse sind eine transnationale Literaturstudie und eine Bedarfserhebung bei Forschenden, Lehrenden und Praktizierenden der Beratung. Man findet sie unter „Intellectual Outputs“ (so die europäische Fördersprache), jeweils unter dem Namen „Transnational Report“. Die erste Generalprobe für den Studienkurs ist Ende Mai gelaufen. Viel Arbeit liegt noch vor uns. Über den Fortgang des Projekzs werde ich hier informieren.


4. März 2018

Am 1. März ist ein Artikel im IAB-Onlinemagazin IAB-Forum erschienen. Franziska Schreyer, Angela Bauer und ich haben ihn bewusst für die Praxis geschrieben, in der sich Beraterinnen und Berater von Geflüchteten häufig fragen: 
Wie kann ich geflüchtete Jugendliche von den Vorteilen einer Ausbildung in Deutschland überzeugen?
Unseren Beitrag „Ausbildung kann Bleibeperspektiven für Geflüchtete verbessern" finden Sie unter:
www.iab-forum.de/ausbildung-kann-bleibeperspektiven-fuer-gefluechtete-verbessern/


27. Februar 2018

Am 18. September vergangenen Jahres veranstaltete das IQ-Netzwerk Baden-Württemberg seinen Fachtag zur Integration Geflüchteter, bei der ich den Impuls zur Veranstaltung geben durfte (siehe unten). Zu dieser großen Fachtagung ist nun eine Dokumentation erschienen, die die Ergebnisse auch der interessanten Arbeitsgruppen zusammenfasst. Es findet sich dort auch eine kurze Zusammenfassung meines Impulses und ein Link zu den Folien meiner Präsentation. Die Dokumentation kann hier geladen werden.

 

29. Januar 2018

Berufliche Entscheidungen haben weitreichende Konsequenzen. Nicht selten haben deshalb insbesondere jugendliche, aber auch erwachsene Ratsuchende große Sorge, sich auf einen der so ungeheuer vielen beruflichen Wege festzulegen. Und dennoch wusste schon Xenophon vier Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung: "Wer darauf besteht, alle Faktoren zu überblicken, bevor er sich entscheidet, wird sich nie entscheiden." Dieses Zitat stammt aus dem Begleitmaterial einer großen Ausstellung genau zu diesem Thema: "ENTSCHEIDEN. Eine Ausstellung über das Leben im Supermarkt der Möglichkeiten". Nach Hamburg, Mainz und Bremen kann diese Ausstellung nun in der Nachbarschaft der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit besucht werden. Das Landesmuseum für Technik und Arbbeit, das sich leider seit einiger Zeit nur noch verkürzt Technoseum nennt, zeigt diese Ausstellung noch bis 6. Mai 2018 in Mannheim - auch mit einem sehr interessanten Rahmenprogramm. Ich biete an zwei Mittwochen Ende Februar und Anfang März einen gemeinsamen Besuch an - zur Ausstellung und zum "Poetry Slam der Entscheidung". Eingeladen sind nicht nur Studierende, sondern natürlich jede und jeder, der Lust und Zeit hat dabei zu sein. Über die gemeinsamen Termine kann man mehr erfahren auf dem Plakat zu den Exkursionen oder auch direkt bei mir persönlich. Für Hochschulangehörige mit Zugang zur Plattform ILIAS ist eine eigene Gruppe eingerichtet. Die Internetseiten zur Ausstellung erreicht man über www.Entscheiden.EU

 

12. Januar 2018

Mit den besten Wünschen für das Neue Jahr 2018 hier gleich ein paar Dinge, die sich im neuen und für das neue Jahr schon getan haben:

  • Publikationen
    • Der Artikel „Berufsberatung für Erwachsene. Themen und Bedarfe - Rechtsanspruch und ökonomische Bedeutung" ist zum Ende des Jahres 2017 erschienen und kann nun leichter zitiert werden. Die bibliographischen Angaben finden sich wie immer auf der Seite Publikationen.
    • Der gemeinsam mit Franziska Schreyer und Angela Bauer geplante Beitrag zur „Bildungs- und Berufsberatung junger Geflüchteter" wird nun voraussichtlich in den nächsten Wochen im IAB-Forum erscheinen. Sobald das geschehen ist, werde ich hier und im Newsletter zur Kohnpage natürlich darüber informieren.
  • Expertisen
    • Zu meinem Vortrag in der institutsinternen Vortragsreihe DiskAB des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am 19. Dezember waren erfreulich zahlreiche und unterschiedliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer erschienen. Neben Personen aus unterschiedlichen Forschungs- und Organisationsbereichen des IAB kamen auch einige Zuhörerinnen und Zuhörer aus leitenden Dienststellen der Bundesagentur für Arbeit. In der Folge wurde ich eingeladen, meine Expertise auch in einem Workshop Mitte Januar einzubringen, bei dem die Organisationseinheit „Produktentwicklung der Berufsberatung" der Bundesagentur ihre diesjährigen Aufgaben und Ziele diskutieren und festlegen möchte.
    • Das Netzwerk Integration durch Qualifizierung (IQ), der wohl bekannteste und größte Kreis von Expertinnen und Experten für die berufliche Beratung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Deutschland, wird Anfang Februar mit mir darüber diskutieren, wie mein Konzept der migrationsspezifischen beschäftigungsorientierten Beratung (das ursprünglich für dieses Netzwerk erarbeitet wurde) weiterentwickelt und verstetigt für die eigene Arbeit genutzt werden kann.
    • Und schließlich: Am 15. Dezember 2017 hat mich der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung in den Beirat für das BIBB-Forschungsprojekt „Chancen des Zugangs zur beruflichen Bildung für bleibeberechtigte junge Geflüchtete. Möglichkeiten und Hindernisse in der Beratung und Unterstützung" berufen. Das Projekt läuft bis zum Herbst 2019.
  • Vorträge
    • Und zum Schluss ein kleiner Vorausblick auf einen spannenden Fachtag zur Berufsorientierung in der Region Stuttgart. Am 14. März 2018 spreche ich dort zum Thema „Schreckgespenst 4.0? Der künftige Arbeitsmarkt braucht ein Ende der Schwarzen Pädagogik". Die genaueren Daten finden sich wie immer auf der Seite Vorträge und Podiumsbeiträge. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Lehrerinnen und Lehrer, die in der Berufsorientierung aktiv sind. Wer hier als externer Gast dazukommen mag, für den lässt sich sicher eine Möglichkeit finden.

15.12.2017

Im Dezember hat mich der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in den Beirat zum Forschungsprojekt Nr. 3.4.305 des Instituts berufen. Ziel des Projekts ist die Untersuchung der „Chancen des Zugangs zur beruflichen Bildung für bleibeberechtigte junge Geflüchtete: Möglichkeiten und Hindernisse in der Beratung und Unterstützung“.

 

7. Oktober 2017

Als ich von der Internet-Plattform Tellonym las, dachte ich zunächst an die vielen denkbaren negativen Folgen, wenn Menschen nun auch noch völlig anonym persönliche Kommentare für andere verfassen können. Beim zweiten Nachdenken erschloss sich mir aber die wunderbare Möglichkeit, wirklich offen formulierte Rückmeldungen zu meinen Aktivitäten zu erhalten. Diese Gelegenheit ist sicher insbesondere für Studierende sinnvoll, die sich dann bei Hinweisen auf Verbesserungswürdiges nicht über mögliche Effekte auf ihre Benotungen sorgen müssen. Und ernstgemeintes Lob von Studierenden kann ohne Sorge geäußert werden, dass dies als „Strebertum“ missverstanden werden könnte. Über die neue Unterseite Feedback erhoffe ich mir aber auch Hinweise zum Beispiel nach Vorträgen oder Publikationen. Natürlich freue ich mich weiterhin auch über persönliche Nachrichten, die Sie mir auf der Menüseite Kontakt schreiben können.

 

30. September 2017

Am 19. Dezember 2017 werde ich in der internen Vortragsreihe DiskAB des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung meinen Ansatz zur Verbesserung der Bildungs- und Berufsberatung für Geflüchtete vorstellen. Zu einem solchen Termin und in diesem Rahmen darf man sicher mit wirklich interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern rechnen. Sollte jemand aus dem Nürnberger Raum dazukommen mögen, lässt sich hier sicher eine Möglichkeit finden. Mehr zum Institut unter www.IAB.de. Mehr zum Vortrag auf der Menüseite Vorträge und Podiumsbeiträge.

 

27. September 2017

FOCUS online berichtete am Freitag über die Fachtagung des IQ-Netzwerks Baden-Württemberg vom 18. September 2017 (siehe Vorträge) und stellte meinen Grundtenor in die Titelzeile und in den Berichtstext. Hier kann der Online-Artikel abgerufen werden.

 

25. September 2017

Die Themen Forschung und Lehre haben ab jetzt eigene Unterseiten auf der Kohnpage. Die neue Seite "Forschung" enthält nun auch Kurzinformationen zum europäischen Forschungsprojekt CMinaR, darunter auch ein Projekt-Poster, mit dem man sich einen Überblick über das Forschungsvorhaben machen kann.

 

23. September 2017

Das IQ-Netzwerk Baden-Württemberg hat die Dokumentation meiner Folien zum Impulsvortrag vom 18. September 2017 online zur Verfügung gestellt. Hier können Sie sie abrufen.

 

20. September 2017

In unserem europäischen Forschungsprojekt CMinaR konnten wir die ersten (Zwischen-) Ergebnisse veröffentlichen. Das Ziel des Projektes ist die Entwicklung von Studieninhalten, mit denen Bildungs- und Berufsberater sich professionell auf Gespräche mit Geflüchteten vorbereiten können. Die ersten Vorarbeiten sind umfassende Literaturstudien in den fünf beteiligten Ländern Deutschland, Italien, Schweden, der Türkei und dem Vereinigten Königreich sowie die (Delphi-) Befragung von Experten und Betroffenen über die geeigneten Inhalte für solche Studienkurse in diesen Ländern. Die Ergebnisberichte zu beidem finden Sie auf der Projektseite www.CMinaR.EU unter dem Menüpunkt "Intellectual Outputs". Die transnationale Zusammenfassung zur Delphi-Befragung finden Sie als meine Publikation 2017c auf der Publikationsliste oder direkt im Volltext unter www.Kohnpage.de/Text2017c.pdf.

 

19. September 2017

Am 18. September 2017 konnte ich im Rahmen meines Impulsvortrags für den Fachtag des baden-württembergischen Netzwerks IQ meinen Vorschlag für ein System rationaler und emotionaler Steuerung hin auf mehr Zuwanderung für Deutschland vorstellen. Warum mehr? Das können Sie im ersten Teil meines Artikels zur beschäftigungsorientierten Beratung für Geflüchtete nachlesen. Sie finden ihn unter www.Kohnpage.de/Text2017a.pdf.

Das Foto zeigt den Rahmen der Veranstaltung. Es hat Spaß gemacht ... und zu zahlreichen Nachfragen und Diskussionen angeregt.

(C) Thomas Tröster
(C) Thomas Tröster

Eine Dokumentation zur Veranstaltung kann hier geladen werden.

 

26. Juli 2017

Sind wir schon reif genug?
Neuer Eröffnungsvortrag in Stuttgart

 

Angelehnt an einen bekannten Werbespruch könnte man sagen: "Nie war es so wertvoll wie heute." Seit vielen Jahren arbeitet das Netzwerk "Integration durch Qualifizierung", den meisten bekannt als "IQ", konzentriert für die beschäftigungsorientierte Beratung und Integration von Menschen mit Einwanderungsgeschichte. Im September richtet der baden-württembergische Teil des Netzwerks seinen großen Fachtag in Stuttgart aus. Thema ist die "Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten: Erfolge, Herausforderungen, Perspektiven". Ich freue mich sehr, dass ich den Auftakt für dieses große Experten-Forum formulieren darf. Am 18. September 2017 spreche ich im GENO-Haus Stuttgart über die Frage: "Sind wir schon reif genug? - Ganzheitliche Integrationskonzepte brauchen eine aufnahmefähige Gesellschaft". Wer dabei sein möchte, kann sich ab demnächst anmelden auf der Seite www.Netzwerk-IQ-BW.de 

 

24. Juni 2017

Anfang Oktober 2017 wird in Padua eine dreitägige internationale Konferenz stattfinden, bei der es darum gehen soll, wie wir mit Bildungs- und Berufsberatung Prozesse der Gleichstellung und Inklusion unterstützen können. Am 5. Oktober kann ich dort meine Ideen zur Ausrichtung der Beratung an den Themen und Bedarfen gelüchteter Menschen einbringen. (siehe Vorträge)

Gleich in der nächsten Woche, am Freitagabend (30. Juni 2017) spreche ich bei einer großen Orientierungsveranstaltung für die Eltern von Schülerinnen und Schülern auf dem Weg zum Abitur. Thema wird der immer wieder zu Unrecht in Zweifel gezogene Arbeitsmarkt für Akademiker sein. Die Veranstaltung findet im CongressCenter Pforzheim statt.

 

 

28. April 2017

Der kürzlich erschienene Aufsatz "Spezifische Berufsberatung für geflüchtete Menschen - Schlüssel zur Nutzung eines bedeutenden Fachkräftepotenzials" ist nun auch in englischsprachiger Fassung erhältlich unter www.Kohnpage.de/Text2017b.pdf .

 

 

4. April 2017

Ende Mai werde ich die Gelegenheit erhalten, das Konzept einer für Geflüchtete optimierten beschäftigungsorientierten Beratung an der Lomonossow-Universität in Moskau vorzustellen. Im Rahmen einer Sommer School on Migration werde ich hierzu einen Input geben: "Helping Refugees to Work - The Approach of Enhanced Public Vocational and Career Guidance in Germany".

 

 

1. März 2017

Eine Erläuterung meines Entwurfs für Studieninhalte zur spezifischen Ausbildung von Bildungs- und Berufsberatern für Geflüchtete wird demnächst in folgendem Handbuch-Artikel erscheinen:

     "Spezifische Berufsberatung für geflüchtete Menschen - 

      Schlüssel zur Nutzung eines bedeutenden Fachkräftepotenzials"

Der Artikel kann unter der Adresse www.Kohnpage.de/Text2017a.pdf abgerufen werden. Eine englischsprachige Übersetzung ist geplant. (siehe auch im Bereich Publikationen)

 

 

1. Dezember 2016

Das Erasmus-Forschungsprojekt CMinaR ist mit einer zweitägigen Auftaktveranstaltung in die Umsetzung gestartet. In CMinaR entwickeln sechs europäische Länder gemeinsam Studien- und Weiterbildungsinhalte für die spezifische Bildungs- und Berufsberatung für Geflüchtete. Noch existiert keine Internetpräsenz. Demnächst wird aber die Adresse www.CMinaR.EU freigeschaltet. (siehe auch im Bereich Expertisen)

 

 

19. August 2016

HdBA lehrt Beratung für Geflüchtete

 Die Zuwanderungspolitik hat gelernt: Deutschland möchte Geflüchtete mit Bleibeperspektive möglichst schnell in Ausbildung und Arbeit integrieren. Damit das gelingt, braucht es auch gut vorbereitete Beraterinnen und Berater in den Agenturen für Arbeit und Jobcentern. In einer intensiven Studienwoche zur „Beschäftigungsorientierten Beratung für Geflüchtete" wurden deshalb jetzt erstmals Studierende mit spezifischen Themen für diese anspruchsvolle Aufgabe vertraut gemacht. Auf dem Lehrplan standen Themen wie die Bildungssysteme in Eritrea und Syrien, Möglichkeiten der Visualisierung in der Beratung oder der Einsatz von Dolmetscherdiensten bis hin zum Verfahren und zur Finanzierung der Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse. Basis für diese Lehrveranstaltung war ein Themenkanon, den HdBA-Dozent Karl-Heinz P. Kohn in einer Delphi-Studie für das Netzwerk IQ schon 2011 vorgelegt hatte. Mitwirkende Dozenten waren sowohl Praktiker wie Führungskräfte aus der Bundesagentur für Arbeit, aber auch Mitarbeiter des IQ-Netzwerks und ein syrischer Konfliktforscher.

Fortsetzung wird dieses Pilotprojekt in regelmäßigen Lehrveranstaltungen an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit finden. Dann sollen auch Themen wie der Umgang mit Traumatisierungserfahrungen oder Methoden der Kompetenzbilanzierung für Geflüchtete behandelt werden. In einem von der Europäischen Union geförderten Forschungsprojekt wird die HdBA entsprechende akademische Lehrinhalte auch im Verbund mit anderen europäischen Ländern entwickeln. Damit will die HdBA die Beratungsdienste der Bundesagentur bei ihrer neuen Aufgabe fundiert unterstützen und dazu beitragen, dass die Integration von Geflüchteten in Ausbildung und Arbeit zur gemeinsamen europäischen Sache werden kann.

Der Anteil der HdBA-Studierenden, die sich inhaltlich auf die Beratung von Geflüchteten vorbereitet fühlten, wuchs von 10,8 % vor der Studienwoche auf 69,5 % am Ende dieser Pilotveranstaltung.